Rückblick Forschungssonntag am 10.9.17

Am Sonntagmorgen fanden sich rund 20 Bewohnerinnen und Bewohner des Hunziker Areals im Seminarraum ein, um mehr über nachhaltige Ernährung zu erfahren.

 

Im ersten Referat zeigte Prof. Dr. Nina Buchmann den Einfluss der Lebensmittelwahl auf das Klima auf. Etwa ein Drittel der weltweiten CO2-Emissionen wird durch unsere Ernährung verursacht. In der Produktion ist dabei der Einfluss von Wiederkäuern wie Kühen besonders gross. Aber auch die globale Vernetzung, mit Importen/Exporten von Nahrungsmitteln und Futtermitteln ist nicht zu vernachlässigen. Zudem entstehen von der Produktion bis zur Konsumation grosse Mengen an Lebensmittelabfällen. Zur Lösung dieser Probleme gibt es nicht einen "silver bullet"-Ansatz, sondern es braucht viele Lösungen, die regional angepasst werden müssen.

 

Im Anschluss daran wechselten wir zur Konsumentenperspektive, und Dr. Angela Bearth zeigte auf, mit welch zahlreichen Entscheidungen wir täglich konfrontiert sind, und welche "Abkürzungen" unser Gehirn gerne nimmt. Solch automatische Denkmuster bewusst zu durchbrechen und sich gewissermassen selbst auszutricksen kann zu einer nachhaltigen Ernährungsweise beitragen.

 

Der Bezug zum Hunziker Areal wurde durch Matthias Probst hergestellt, der eine konkrete Bilanz eines Modellbewohners auf dem Areal erläuterte. Aktuell liegt der Durchschnitt bei 6'000 Watt Verbrauch, also weit über den angestrebten 2'000 Watt. Dabei hat unser Verhalten einen grossen Einfluss; im Extremfall kann man auf dem Hunziker Areal tatsächlich mit 2'000 Watt leben, allerdings sind ebenso auch 30'000 Watt möglich, trotz Wohnen in einem Passivenergiehaus und Autoverzicht.

 

Anschliessend an die Vorträge gab es ein Panel unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Stauffacher, in dem vertiefter auf die Bedeutung des Gehörten für das Hunziker Areal eingegangen wurde. Es ergaben sich bereits erste Diskussionen mit den Zuhörenden, die danach bei einer Platte Bagels weitergeführt wurden.

 

Ein Teil der Teilnehmenden blieb am Nachmittag für eine Zukunftswerkstatt zum Thema nachhaltige Ernährung auf dem Hunziker Areal. Wir identifizierten Probleme und Schwierigkeiten, warum es im Alltag so schwer fällt eine nachhaltige Ernährung umzusetzen. Daraus entwickelten wir Wunschszenarien und Utopien, und in einer letzten Phase konkrete Umsetzungsideen. 

 

Die Fülle an Ideen, die im Workshop zusammen getragen wurden, haben wir systematisch ausgewertet und werden Euch demnächst die Ergebnisse hier präsentieren. Wenn Du Interesse daran hast, am weiteren Prozess teil zu haben, kannst Du Dich gerne einklinken.

Die Vorträge zum Herunterladen:

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