Foto-Food-Story

Unsere Essgewohnheiten sind oft unreflektiert und zur Alltagsroutine geworden. Da sich für die Erreichung eines nachhaltigen Ernährungssystems jedoch auch unser Essverhalten verändern muss, wurde die Initiative «Foto-Food-Story» gestartet. Dabei haben Bewohner*innen in einem ersten Schritt einen Monat lang Fotos ihrer Mahlzeiten aufgenommen. Die Auswertung hat gezeigt, dass der Fleischkonsum und der Anteil der Milchprodukte zwar tiefer sind als der Schweizer Durchschnitt, die empfohlene nachhaltige Menge jedoch noch nicht erreicht wurde. Die Bewohner*innen essen jedoch viel Gemüse und Früchte, welche zu über 90% saisonal sind. Während den darauffolgenden Gruppendiskussionen zeigte sich zudem, dass individuelle Faktoren und die kontextbezogene Umwelt einen Einfluss auf unser Essverhalten haben. Die verankerten Routinen, die persönlichen Präferenzen, der Zeitdruck etc. sind individuelle Faktoren, welche am stärksten das Essverhalten der Bewohner*innen bestimmen. Zudem hat die Familiensituation (z.B.: Kohlenhydrat-lastige Mahlzeiten in Haushalten mit Kindern), der soziale Austausch mit Nachbarn, Quartiergruppen usw., der erleichterte Zugang zu saisonalen und regionalen Produkten, die angebotenen Food-Initiativen ebenfalls einen Einfluss auf unsere Essgewohnheiten. Die Bewohner*innen meinten jedoch, dass die Tatsache, dass das Thema immer präsent ist auf dem Areal, und die diversen vorhandenen Erfahrungsräume den grössten Einfluss auf ihren Reflexionsprozess haben und sie motiviert, sich kontinuierlich mit Nachhaltigkeitsthemen auseinanderzusetzen und ihre Gewohnheiten zu hinterfragen.

 

Die Initiative wurde von unserer Masterstudentin Irina Dallo durchgeführt. Wir bedanken uns bei ihr für ihre ausgezeichnete Arbeit und bei allen Bewohnenden, die mitgemacht haben.

 

Hier könnt Ihr die Broschüre zur Masterarbeit herunterladen: 

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Broschüre Foto-Food-Story
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Fleischabo

Im Rahmen der ETH-Fallstudie boten die Studierenden einen Innereien-Grill an. Dieser kam gut an, und wir haben die Idee weiter gedacht. Denn die Senkung des Fleischkonsums ist eine wichtige Massnahme, wenn die Ernährung umweltfreundlicher werden soll. Es gibt auf dem Hunziker Areal bereits eine Gruppe, die möglichst nachhaltig produziertes Fleisch bezieht. Das Problem dabei ist, dass in der Regel ganze Tiere verkauft werden, und man dann den Tiefkühler voll Fleisch hat. Das regt dazu an, mehr statt weniger Fleisch zu essen. Daher möchten wir ein Abo einführen, bei dem die Fleischmenge limitiert ist. Dabei wird das Fleisch nicht in einem strikten Wochenrhythmus ausgeliefert (denn wenn man z.B. Gäste hat, braucht man mehr aufs Mal), aber über das Jahr hinweg gibt es nicht mehr als 300-500g pro Woche.

 

Im Sommer 2018 wurde eine Quartiergruppe gegründet, jedoch kein Abo lanciert. Vorerst bestellt die Quartiergruppe Mischpakete bei Bedarf.